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Wie ein Wildhüter in Kenia 47 Elefanten vor Wilderern rettete

Technologie und Gemeinschaft verändern den Kampf gegen Wilderei

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Wie ein Wildhüter in Kenia 47 Elefanten vor Wilderern rettete

James Mwangi arbeitet seit acht Jahren als Wildhüter im Tsavo-Nationalpark. Er hat erlebt, wie sich der Kampf gegen Wilderei grundlegend gewandelt hat.

Wie sah die Situation vor drei Jahren aus?

Wir verloren damals durchschnittlich zwei Elefanten pro Woche. Unsere Patrouillen waren ineffizient, weil wir nur auf Berichte der Dorfbewohner reagieren konnten. Bis wir am Tatort ankamen, waren die Wilderer längst verschwunden. Wir hatten keine GPS-Tracker, keine Drohnen und arbeiteten mit veralteten Karten aus den 1990er Jahren.

Die lokale Bevölkerung sah uns als Gegner, nicht als Partner. Sie meldeten verdächtige Aktivitäten oft nicht, weil sie keinen direkten Nutzen vom Wildtierschutz hatten. Unsere Ausrüstung war minimal. Sechs Mann teilten sich drei funktionierende Funkgeräte.

Was hat sich konkret verändert?

Seit 2022 arbeiten wir mit einem neuen System. Jeder Elefant trägt einen GPS-Sender. Wenn ein Tier sein normales Bewegungsmuster ändert oder sich nicht bewegt, erhalten wir sofort eine Warnung. Drohnen überwachen kritische Bereiche nachts.

Der entscheidende Unterschied liegt aber in der Zusammenarbeit mit den Gemeinden. 40 Prozent der Tourismuseinnahmen fließen jetzt direkt an die Dörfer. Wir haben 15 lokale Scouts ausgebildet, die uns vor Ort unterstützen. Diese Leute kennen jeden Baum, jeden Pfad.

In den letzten 18 Monaten haben wir nur drei Elefanten verloren. Die 47 geretteten Tiere sind keine Schätzung, sondern dokumentierte Fälle, in denen wir Wilderer durch Frühwarnung abfangen konnten. Die Technik hilft, aber ohne die Menschen vor Ort funktioniert nichts.

Haben Sie Fragen zu diesem Thema?

Unser Team steht Ihnen zur Verfügung und beantwortet gerne alle Ihre Fragen zu unseren Programmen und Initiativen im Bereich Wildtierschutz.

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